Versetzt an himmlische Orte
Himmlische Orte
In Epheser 2,6 beschreibt die Bibel, dass wir mit Jesus an himmlische Orte (oder Welten) versetzt sind. In den meisten Übersetzungen und im Urtext steht hier für Himmel wieder die Pluralform, also Mehrzahl.
„…und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus,…“ Epheser 2,6 (Schlachter)
Früher dachte ich immer, das gilt für später, nach meinem Tod, wenn ich dann mit Jesus im Himmel bin. Über viele Jahre hinweg hat mir Gott gezeigt, dass das so nicht ganz stimmt. In meinem Fall hat das angefangen, als ich vor Jahren mal ein Bild bekommen habe, auf dem ich mich auf einer Frühlingswiese sah. Ein kurzer Eindruck eines Bildes während des Gebets. Im Laufe der Jahre hatte ich dieses Bild mehrmals, aber nie weiter ernst genommen. Ich fand es einfach schön. Eines Tages besuchten wir eine Freundin, die gerne Bilder aus ihren Zeiten mit Gott malt. Auf einem Ihrer Bilder war eine Frühlingswiese, und ich wusste, das ist genau die, die ich aus meinen Gebeten kannte. Wow, dachte ich, diese Wiese existiert wirklich. Gott hatte mir also ein Bild aus dem Himmel gegeben und bestätigt.
Später habe ich in Gebetszeiten dann gemerkt, dass diese Wiese nicht nur im Himmel existiert, sondern ich mich darin bewege. Es ist, als wäre dies meine „Heimat“, der Ort, an dem ich Gott im Himmel treffen würde.
Heute, viele Jahre später und um einige Erfahrungen mit Gott reicher, glaube ich, dass uns der Himmel Gottes immer umgibt. Und ob wir es spüren oder auch nicht: Wir betreten automatisch himmlische Orte, wenn wir Gott im Gebet suchen.
Dies ist eine „himmlische Erfahrung“, die sich nicht einfach so erklären lässt. Wer aber solche oder ähnliche Erfahrungen und Offenbarungen von Gott bekommen hat, kann das bestätigen.
Ich glaube, dass der himmlische Vater dich einlädt, himmlische Erfahrungen mit ihm zu machen. Zu erleben, dass auch du an himmlische Orte versetzt bist.
In der Bibel steht:
Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, und beten allezeit für euch, da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, um der Hoffnung willen, die für euch bereitliegt im Himmel. Von ihr habt ihr schon zuvor gehört durch das Wort der Wahrheit, das Evangelium, das zu euch gekommen ist […]Darum lassen auch wir von dem Tag an, an dem wir’s gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden. Kol 1, 3-6 […] 9-14
Wandeln an himmlischen Orten
Wie so oft steckt in den Bibelversen so viel mehr, als hier kurz beschrieben werden kann. Von daher möchte ich bei dieser Bibelstelle den Fokus auf Folgendes legen:
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Im Himmel liegt es etwas für uns bereit.
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Weisheit und Einsicht muss Gott uns schenken. Mit unserem Intellekt und unserer Weisheit können wir das nicht „verstehen“, „erkennen“. Es sind göttliche Geheimnisse! Für diese benötigen wir eine persönliche Offenbarung. Es reicht nicht, dass jemand anderes diese Offenbarung hat.
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Es gibt ein Erbteil, das uns zusteht (Jesus ist schon gestorben und wir sind somit Erben). Alles Himmlische steht uns zu.
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Wir sind versetzt in das Reich Jesu, also in das Reich Gottes, das himmlische.
Ich habe leider sehr lange gebraucht, mein „griechisches Denken“ abzulegen und alles erklären zu müssen.
Ebenso lang habe ich gebraucht, meine Angst vor dem Unbekannten abzulegen. Meine Angst, dass der Teufel mich auf einen Irrweg bringt und meine „Sinne“ verblendet. Natürlich versucht er das und manchmal schafft er das auch, aber Gott ist größer! Der Heilige Geist überführt uns und hilft uns, auf seinem vorbereiteten Weg zu gehen. Was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich. Deshalb brauchen wir ihn auch und erleben, wie abhängig wir von ihm sind.
Von der Zuversicht beim Beten
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Oder ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder der ihm, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! Matthäus 7, 7-11
Aus dem Reich Gottes, dem Himmlischen zu leben, bedeutet eben auch, himmlische Erfahrungen zu machen. Damit meine ich nicht göttliche Visionen, in denen sich der Himmel öffnet und die Engel heraustreten und Gott mit lauter Stimme redet. Auch wenn das passieren kann.
Ich meine die „kleinen“ Erfahrungen, die sanfte Stimme in deinem Herzen. Es können Erinnerungen sein, kleine Eindrücke und Bilder, Emotionen, Geschmäcker und Gerüche, bis hin zu etwas Hörbarem.
Viele Christen, die ich kennengelernt habe, glauben das leider nicht. Sie halten sich (wie ich früher) für viel zu klein, vielleicht auch für zu unbedeutend. Fakt ist aber, dass uns die Bibel davon berichtet. Von Geheimnissen, die nur der heilige Geist offenbaren kann, und von himmlischen Orten, die wir betreten dürfen.
Einige Tipps, die vielleicht hilfreich sein können:
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„Vater, vergib mir, dass ich das bisher nicht geglaubt habe."
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Bitte Gott, dass er dir „himmlische Erfahrungen“ schenkt.
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Erinnere dich, dass du durch Jesus Zugang zum Vater hast (der Vorhang ist zerrissen).
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Tausche dich mit anderen Christen über die Erfahrungen aus, die du gemacht hast.
Hindernisse
Manchmal können es starke Lügen sein, die den Erfahrungen mit Gott im Weg stehen. Lügen sind Glaubenssätze, die wir für wahr halten. In meinem Leben gab es unter anderem die sogenannte „Berliner Erklärung“, die sich gegen das Wirken des Heiligen Geistes in der Pfingstbewegung richtete. Heute kann ich nachvollziehen, dass diese Erklärung zustande gekommen ist, aber nicht mehr vertreten. Ich habe für mich erkannt, dass sie dem Wort Gottes widerspricht, und als Lüge, sinnbildlich ans Kreuz genagelt, Buße darüber getan und mich von ihr abgewendet. Anschließend habe ich Gott gebeten, mir die Wahrheit zu zeigen. Das heißt übrigens nicht automatisch, dass ich mich der Pfingstbewegung angeschlossen habe. 😉
Hier ein paar praktische Tipps zum biblischen Umgang mit Lügen: [Biblischer Umgang mit Lügen]


