Freiwilligkeit
Zwei Seiten einer Medaille
Für mich als Vater ist Freiwilligkeit wie eine Medaille mit zwei Seiten.
Auf der einen Seite empfand ich es als unbeschreiblich, als meine Kinder ihre ersten Schritte taten und die Welt erkundeten. Ich freue mich noch heute über Ihre Freunde, die Sie sich ausgesucht haben, und ihre Hobbys, denen sie nachgehen. Ich liebe es, mit Ihnen Spaß zu haben und zu lachen.
Auf der anderen Seite treffen sie Entscheidungen, die mir Angst machen und mich ab und an auch verletzen. Ich weine mit Ihnen, wenn die Sorgen und Verletzungen zunehmen. Und ich weine, wenn unsere Beziehung auf die Probe gestellt wird.
Dennoch kann und will ich meine Kinder nicht kontrollieren!
Loslassen ist seit frühester Kindheit eine meiner schwersten Disziplinen. Aber ich weiß, dass Freiwilligkeit ein göttliches Prinzip ist. In Freiwilligkeit steckt ein hohes Maß an Respekt und Vertrauen.
Gott hat uns den freien Willen geschenkt, weil er uns respektiert. Ebenso hat er Vertrauen. Nicht in unsere menschliche Weisheit, Stärke und Intelligenz. Er hat Vertrauen in sich und seinen Masterplan (Jesus) für uns.
Freiwilligkeit lässt das Gute, ebenso das Schlechte zu.
Im Garten Eden hatten die Menschen das absolut Gute und Vollkommene. Das echte Leben in Gemeinschaft mit Gott. Mit der Sünde kamen das Schlechte, das Verdorbene, die Trennung von Gott, der Tod. Aber Gott hat es zugelassen, schmerzhaft auch für ihn.
In der Geschichte vom verlorenen Sohn (Luk 15,11-32) lässt der Vater seinen Sohn ziehen. Er zahlt ihm sein Erbe aus und der Sohn verlässt den Vater und sein Zuhause. Er dreht der Familie den Rücken zu und lebt sich voll aus. Allerdings nicht zum Guten. Am Ende ist er verzweifelt und dem Tod nah.
Der Vater lässt das zu! Obwohl er nicht glücklich darüber ist. Es schmerzt ihn.
„Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.“ 1. Kor. 10,23
Jeden Tag treffen wir Entscheidungen. Gute wie ungünstige. Um einen heilsamen Umgang mit unserer Sünde zu finden, ist es wichtig, sich dessen bewusst zu werden. Es gehört zu unserem Leben dazu, dass wir uns nicht immer für das Beste entscheiden und ganz schön viel Mist bauen.
Gott weiß das. Deshalb hat er einen Masterplan für uns, den wir freiwillig annehmen können.
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