Nach der Buße kommt die Bescherung

Vom Fluch zum Segen

Früher dachte ich, es reicht, dass ich Buße tue, wenn ich mir meiner Sünde bewusst werde, und die Beziehung ist wiederhergestellt. Das stimmt auch. Was mir aber nicht bewusst war, sind die Auswirkungen der Sünde in meinem Leben. Und dass Jesus mich grundlegend verändern möchte. Er bietet uns an, durch das Kreuz einen Austausch stattfinden zu lassen.

Schritt eins ist: Ich gebe, übertrage meine Sünde auf ihn und bin sie los.

„Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Jes. 53,5

Schritt zwei ist für mich die Heilung meiner Wunden, auch meiner seelischen, sowie die Wiederherstellung meines Wesens.

In der Geschichte lässt der Vater seinem Sohn sein bestes Gewand, einen Ring und neue Schuhe holen. Direkt nachdem der Sohn seine "Sünden" bekannt hat

Nicht abschließend, hier einige Gedanken zu den Gegenständen:

Gewand: Gleich zu Beginn steht in der Bibel, dass Gott Adam und Eva einkleidete. Ein Tier musste sterben, Blut fließen. Das Gewand verhüllt symbolisch die Sünde.

„Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt.“ Jesaja 61,10

Der Ring ist ein Symbol ewiger Treue, eines Bundes, eines Gelübdes:

„Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine gewaltige Flamme“ Hohesl. 8,6

Ich glaube, in diesem Fall zeigt er die Zugehörigkeit zum Haus des Vaters, die aus Liebe besteht. Und dass Gott zu seinem Bund steht, den er mit uns geschlossen hat. Der Vater weiß das, wir müssen ab und an daran erinnert werden.

Schuhe: In der Bibel finden wir ab und an das Symbol der Verstrickung. Verstrickt in Sünde. Ich stelle mir das wie ein Gebüsch vor, voller Dornen, in die ich mich verstricke und falle. Ich habe bereits von den Füßen geschrieben, die gewaschen werden müssen. Wir brauchen unsere Füße, um vorwärtszukommen und uns zu bewegen. In Eph. 6,15 werden die Stiefel der „Waffenrüstung“ beschrieben: „Macht euch bereit, die rettende Botschaft zu verkünden, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat.“ HFA
Die Symbolik geht noch weit mehr hinaus als meine drei kleinen Anmerkungen. Aber sie verdeutlichen etwas:

Gott beschenkt uns. Ein Tausch findet statt.

Jesus tauscht meine Sünde in Geschenke um.

Aus einem Fluch wird ein Segen!

Segen und Fluch

Immer dann, wenn wir sündigen (und damit sind nicht nur Taten, sondern auch Gedanken und falsche Vorstellungen über Gott und sein Wesen gemeint), nutzt der Feind dies. Jede Sünde, egal wie groß oder klein, hat einen Fluch zur Folge. Der Segen, der zuvor da war, wurde umgewandelt. In Psalm 139,16 steht: 

„Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.“

Jesus sagt: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben – und dies im Überfluss.“ Joh. 10,10 HFA

Gott hat Gedanken des Heils und des Friedens über uns (Jer. 29,11) und als er sich überlegte, wie er uns und unser Wesen schaffen sollte, bestand die Erde noch gar nicht. Als er den Menschen schuf, sagte er: Er ist sehr gut. Alles andere war „nur“ gut. Er hatte also das perfekte Leben für uns vorbereitet.

Selbst in unserer „gefallenen Welt“ hat er gute Werke vorbereitet, in denen wir wandeln können. Aber wie bereits festgestellt, entscheiden wir uns ab und an doch für das Gegenteil. In dem Moment, wo ich mich für etwas entscheide (oder denke, glaube), das nicht Gottes Wesen, sondern der Sünde entspricht, wird ein Fluch freigesetzt. Sünde hat immer den Fluch als Folge, der zum Tod führt.

Lass dich verändern, tausche Fluch gegen einen Segen ein

Der Teufel liebt es, uns die guten Dinge zu rauben, uns zu verletzen und im Idealfall zu vernichten, indem er uns zur Sünde verführt und darin gefangen hält. Tragisch! Aber nicht hoffnungslos.

Wie bereits beschrieben darf ich Jesus um Vergebung bitten und er vergibt. Jetzt kann ich aber noch einen heilsamen Schritt weitergeben.

Ich kann Jesus bitten, mir das, was geraubt wurde, zurückzugeben.

Ich kann Jesus bitten, mich da wo ich verletzt wurde, zu heilen.

Den Fluch in einen Segen umwandeln lassen.

Das ist mehr, als wir verdient haben, aber als Kind Gottes steht mir der Segen zu. Nicht weil wir so toll sind, sondern weil Gott, der Vater, es liebt, uns zu beschenken, und beschlossen hat, dass wir unter seinem Segen leben können.

„Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; lasst uns essen und fröhlich sein!“ (Vers 22+23)

Die Wiederherstellung dessen, wer wir eigentlich sein sollten, findet statt. Das ist die gute Nachricht. Jesus vergibt mir und Jesus verändert mich. Ich werde ihm ähnlicher und ich liebe mehr, weil mir vergeben wurde. So wie die Rebe am Weinstock nicht von sich aus wachsen kann, können wir nur wachsen, wenn wir in ihm bleiben. Dazu gehören die regelmäßige Fußwaschung, die Wiederherstellung unserer Beziehung, die Umwandlung der freigesetzten Flüche in Segen. Da mir der Feind viel geraubt und vernichtet hat von dem, was mich ausmacht, bin ich abhängig vom Vater, der mich mit dem beschenkt, was ich verloren habe. Die Bibel nennt diesen Prozess auch Heiligung.

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